Das Living Lab NRW inspiriert den studentischen Wettbewerb „Gateway Wuppertal – Neues aus Bestehendem schaffen“– Gewinnerteamkommt von der TU Wien
Juryzusammensetzung mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff
Der Wettbewerb Integrale Planung fand bereits zum vierzehnten Mal statt. Die aktuelle Aufgabe legte den Fokus auf das Thema Wiederverwendung von bereits genutzten Bauteilen. Interdisziplinär besetzte Studierendenteams entwickelten innovative Entwürfe für ein nachhaltiges Torgebäude an der geplanten Hängebrücke der BUGA 2031 in Wuppertal. Im Mittelpunkt standen zirkuläres Bauen, Familienfreundlichkeit und nachhaltige Stadtentwicklung. Dabei sollten Materialien aus den Gebäuden des Living Lab NRW wiederverwendet werden, da dessen Laufzeit in diesem Jahr endet.
Die Entwürfe umfassen neben einem barrierearmen Zugang zur Hängebrücke auch Serviceangebote für Besucherinnen und Besucher sowie ein Apartment mit Atelier für Kunstschaffende in naturnaher Lage auf dem Kiesberg. Ziel war es, kreative, ressourcenschonende und zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln, die als Inspiration für die BUGA 2031 und die nachhaltige Entwicklung Wuppertals dienen.
Bei der Jurysitzung am 3. Juli 2026 wählte die Fachjury die Sieger aus. Die Jurysitzung fand in den Räumlichkeiten der Bergischen Universität Wuppertal am Campus Haspel statt.
Hier überzeugte das Team der TU Wien. Der Entwurf überzeugte die Jury durch seinen starken und ganzheitlichen Entwurfsansatz. Städtebaulich fügt sich das Gebäude sehr sensibel in den Kontext zwischen Hängebrücke und Waldpark ein und schafft eine überzeugende Verbindung zwischen Landschaft, Infrastruktur und Architektur. Besonders positiv bewertet die Jury die klare Haltung, mit der das Bauwerk die Qualitäten des Ortes stärkt, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen. Hervorzuheben ist zudem der konsequent bauteilorientierte Entwurfsansatz mit einem hohen Anteil an Wiederverwendung. Die vorhandenen Ressourcen werden gestalterisch und konstruktiv überzeugend eingesetzt und prägen die Identität des Projekts. So entsteht eine ansprechende, eigenständige Architektur, die Nachhaltigkeit, Funktionalität und gestalterische Qualität beispielhaft miteinander verbindet.
Der zweite Preis ging an Team der Universität Stuttgart, zwei dritte Preise gingen an ein weiteres Team aus Stuttgart und an die FH Aachen.